Von Silvano Grimaldi, CEO des unabhängigen Vermögensverwalters Grimaldi & Partners AG.
Monatsrückblick
Die internationalen Aktienmärkte schlossen den Februar 2025 mit einer uneinheitlichen Entwicklung ab.
Positive Faktoren
- Solide Einzelhandelsumsätze in den USA
- Stabile Arbeitsmarktdaten
- Fortschritte beim Rückgang des Inflationsdrucks
- Mehr als 80 % der berichtenden US-Unternehmen übertrafen die Erwartungen der Analysten
Negative Faktoren
Drohende neue Handelszölle: Donald Trump drohte mit Zöllen gegen China, Mexiko, Kanada und die Europäische Union.
Kursrückgang bei KI-Aktien: Aktien aus dem Bereich künstliche Intelligenz gerieten durch neue Konkurrenz aus China unter Druck.
Schwächeres US-Verbrauchervertrauen: Die Stimmung der US-Verbraucher verschlechterte sich im Februar.
Enttäuschende Ergebnisse von Google: Die Zahlen des Unternehmens blieben insbesondere im Cloud-Geschäft hinter den Erwartungen zurück.
Aktie im Fokus
Straumann bleibt auf Wachstumskurs
Straumann erwartet weiteres Wachstum im Jahr 2025, auch wenn der erste Ausblick vorsichtig ausfällt.
Der Hersteller von Zahnimplantaten erzielte 2024 einen Umsatz von 2,5 Milliarden CHF. Dies entspricht einem ausgewiesenen Wachstum von 3,7 % und einem organischen Wachstum von 13,7 %.
Besonders stark war das Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum mit einem Umsatzanstieg von 33 %, während Nordamerika lediglich ein Wachstum von 3,6 % verzeichnete.
CEO Guillaume Daniellot hob dennoch die positive Entwicklung hervor und betonte, dass Straumann in Nordamerika besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten habe.
Die neue US-Regierung bereitet dem Unternehmen keine Sorgen, da es bereits über lokale Produktionskapazitäten verfügt. In Asien dürfte sich das Wachstum weiter normalisieren.
Der operative Kerngewinn stieg auf 650 Millionen CHF, was einer Marge von 26 % entspricht.
Der Reingewinn erreichte 439 Millionen CHF, gegenüber 247 Millionen CHF im Vorjahr.
Das Unternehmen will die Dividende auf 0,95 CHF je Aktie erhöhen, nach 0,85 CHF im Vorjahr.
Für 2025 strebt Straumann ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und eine leicht höhere EBIT-Marge an.
Analysten halten den Ausblick für vorsichtig. Nach einem schwachen Start drehte die Aktie ins Plus und gewann 2,7 %.
Zusammenfassend setzt Straumann seinen Wachstumskurs bei vorsichtigem Ausblick fort. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Asien. In Nordamerika gewann das Unternehmen trotz geringeren Wachstums Marktanteile.
Die Profitabilität verbesserte sich weiter, und die Aktionäre dürften von einer höheren Dividende profitieren.
Ausblick – März 2025
Chancen
- Mögliche Zinssenkung durch die Schweizerische Nationalbank: Die SNB könnte ihren Leitzins am 20. März auf 0,25 % senken.
- Erwartetes Gewinnwachstum in den USA: Für den S&P 500 wird ein Gewinnanstieg von rund 12 % im Jahr 2025 prognostiziert.
- Mögliche Erholung von Substanz- und Blue-Chip-Aktien: Eine Umschichtung in etablierte, attraktiv bewertete Unternehmen könnte die Aktienmärkte stützen.
- Moderates US-Wirtschaftswachstum: Das US-BIP dürfte um rund 2 % wachsen.
Risiken
- Unerwartete Eintrübung der Verbraucherstimmung in Deutschland: Ein weiterer Rückgang im März könnte den Konjunkturausblick belasten.
- Politische Unsicherheit in Deutschland: Die Unsicherheit nach den Wahlen könnte das Anlegervertrauen beeinträchtigen.
- Anhaltend hohe Inflation: Vor allem im Dienstleistungssektor der Eurozone bleibt die Inflation erhöht.
- Mögliche Handelsspannungen: Streitigkeiten zwischen den USA und Ländern beziehungsweise Regionen wie China, Mexiko, Kanada und der Europäischen Union könnten sich verschärfen.
Erwartete Marktentwicklung
Für März 2025 erwarten wir an den internationalen Aktienmärkten eine Aufwärtsbewegung.
Aktienempfehlung: Straumann
Diese Publikation dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf künftige Ergebnisse zu.