Von Silvano Grimaldi, CEO des unabhängigen Vermögensverwalters Grimaldi & Partners AG.
Monatsrückblick
Die internationalen Aktienmärkte schlossen den November 2024 mit uneinheitlicher Entwicklung ab.
Belastende Marktfaktoren
- Protektionistische Wirtschaftspolitik: Die von Donald Trump angekündigten protektionistischen Massnahmen könnten die exportorientierte europäische Wirtschaft erheblich belasten.
- Pessimistischere Konjunkturaussichten: Goldman Sachs senkte seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euroraum 2025 von 1,1 % auf 0,8 %.
- Stärkerer US-Dollar: Durch die Aufwertung des US-Dollars verlor der Euro deutlich an Wert. Dies könnte europäischen Exporteuren kurzfristig helfen; mittelfristig dürften die Nachteile höherer Importkosten jedoch überwiegen.
Diese Faktoren belasteten insbesondere die europäischen Aktienmärkte.
Aktie im Fokus
Roche bleibt auf Wachstumskurs, während der Gegenwind nachlässt
Roche blieb nach den ersten neun Monaten des Jahres auf Wachstumskurs. Der Basler Konzern sieht sich gut aufgestellt, um seine Jahresziele zu erreichen.
Der Gesamtumsatz stieg um 2 % auf knapp 45 Milliarden CHF. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Umsatzwachstum 6 %.
Die Pharmasparte erzielte einen Umsatz von 34,3 Milliarden CHF, ein Plus von 3 %.
Die Diagnostiksparte erwirtschaftete 10,7 Milliarden CHF und lag damit ungefähr auf Vorjahresniveau.
Eine starke Nachfrage verzeichneten unter anderem die Medikamente Vabysmo, Phesgo, Ocrevus, Hemlibra und Polivy. Zusammen erzielten diese fünf Produkte einen Umsatz von 13,2 Milliarden CHF.
In der Diagnostiksparte blieb die Nachfrage nach Immundiagnostika, Lösungen für die Pathologie und Produkten für die Molekulardiagnostik hoch.
Roche bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2024. Das Unternehmen erwartet:
- Ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich
- Ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich
Die negativen Auswirkungen des Wettbewerbs durch Biosimilars und der rückläufigen Covid-19-Umsätze schwächten sich weiter ab.
CEO Thomas Schinecker erklärte, dieser Gegenwind sei im zweiten und dritten Quartal kaum noch spürbar gewesen.
Ausblick – Dezember 2024
Chancen
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Rückläufige Inflation: Eine niedrigere Inflation könnte es den Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, ermöglichen, ihre Geldpolitik zu lockern.
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Relativ höhere Attraktivität von Aktien: Sinkende Anleiherenditen könnten Aktien gegenüber festverzinslichen Anlagen attraktiver machen.
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Positive Saisonalität: Die traditionelle «Weihnachtsrally» könnte die Aktienmärkte gegen Jahresende stützen.
Risiken
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Konjunkturelle Unsicherheit: Risiken für das Wirtschaftswachstum bleiben für Anleger ein zentrales Thema, insbesondere in Europa.
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Geopolitische Spannungen: Konflikte im Nahen Osten könnten die Finanzmärkte erneut belasten.
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Schwäche in China: Probleme im Immobiliensektor und die hohe Verschuldung sorgen weiterhin für Unsicherheit.
Erwartete Marktentwicklung
Für Dezember 2024 erwarten wir eine Aufwärtsbewegung, getragen von einer möglichen Jahresend- oder Weihnachtsrally.
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Diese Publikation dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für künftige Ergebnisse.